Liechtenstein

Gegründet werden diese Liechtensteiner Businessformen regelmäßig in der juristischen Form einer Anstalt, einer Aktiengesellschaft (AG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), eines Treuunternehmens (Trust reg.), einer Treuhänderschaft (Trust) sowie einer Stiftung.

Gründung Liechtensteiner Holdinggesellschaft

Unter der Liechtensteiner Holdinggesellschaft ist die Dachorganisation eines Unternehmens zu verstehen, deren Zweck ausschließlich oder vorwiegend im Bereich der Haltung und Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften liegt. Die Holdinggesellschaft eignet sich insbesondere als Instrument zur Verschaffung von steuerlichen Vorteilen sowie zur Auslagerung von Betriebsrisiken.

Gründung Liechtensteiner Handelsgesellschaft

Bei der Handelsgesellschaft handelt es sich um eine Liechtensteiner Businessform im Bereich der Ausübung von handwerklichen, industriellen oder sonstigen gewerblichen Tätigkeiten. Einer Gewerbebewilligung bedürfen dabei ausschließlich Gesellschaften, die in Liechtenstein gewerblich tätig werden wollen.  Unternehmen, die lediglich ihren Sitz in Liechtenstein haben, im Inland selbst jedoch keine gewerbsmäßige Tätigkeit ausüben, sind von diesem Erfordernis ausgenommen.

Gründung Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesellschaft

Als Liechtensteiner Vermögensverwaltungsgesellschaften gelten solche Unternehmen, die ausschließlich die Verwaltung des Gesellschafts- oder Privatvermögens wahrnehmen und in Liechtenstein keine oder nur geringfügige Geschäftstätigkeit ausüben. Aufgrund ihrer Qualifikation als private Vermögensstruktur, unterliegen Vermögensverwaltungsgesellschaften in Liechtenstein lediglich der Mindestbesteuerung.

Gründung Liechtensteiner Gesellschaft für Immaterielle Wirtschaftsgüter (IP-Box)

In Liechtenstein war im Zusammenhang mit immateriellen Wirtschaftsgütern (IP) ein besonderes Steuerregime (IP-Box) vorzufinden, wonach Einkünfte aus solchen IP- Rechten privilegiert besteuert wurden. Um unter den Anwendungsbereich dieses Steuerprivilegs zu gelangen, wurden in Liechtenstein sog. IP- Gesellschaften eingesetzt, denen die immateriellen Wirtschaftgüter zur Verwaltung und Verwertung übertragen wurden.

Die IP-Box-Regelung wurde per 1.1.2017 aufgrund von BEPS gänzlich abgeschafft. Für Firmen, die noch im Jahr 2016 privilegierte Lizenzeinnahmen hatten, gilt eine Übergangsregelung bis und mit Steuerjahr 2020.

Gründung Liechtensteiner Fonds

Das Liechtensteiner Fondsregime hat durch die Umsetzung der beiden europäischen Richtlinien UCITS-IV sowie AIFM eine Revision erfahren. Aufgrund zahlreicher Vorteile, wie den einfachen und diskriminierungsfreien Zugang zum europäischen Markt und hohen Anlegerschutz, stellt Liechtenstein einen geeigneten Standort für Fondsgeschäfte dar.

Gründung Liechtensteiner Family Office

Zur Verwaltung und Betreuung privater Großvermögen eignet sich in Liechtenstein insbesondere das Family Office. Es dient vordergründig dem Zweck des dauerhaften Erhalts des Familienvermögens und erbringt u.a. folgende Dienstleistungen: Portfolioverwaltung, Anlageberatung, Annahme und Übermittlung von Aufträgen, die ein oder mehrere Finanzinstrumente zum Gegenstand haben, Wertpapier- und Finanzanalyse sowie Nachlassplanung.